Seitdem die Werbung sich zwischen den Posts befindet, wurde mir das Schreiben an dieser Stelle ein wenig vergällt. Nun ist es also an mir, einen neuen Ort zu suchen oder aber langsam so weit abzustumpfen, dass mich die Reklame nicht mehr stört, was aber in Anbetracht des Banners eines T-Shirt Herstellers, der „Class War since 1847″-Shirts anpreist, schwer werden dürfte, denn: „The Revolution will not be televised“, und wer für Shirts wirbt, wirbt für Shirts, auch, wenn sich auf diesen „progressive Aussagen“ befinden, und wenn ich Sachen um Anzeigen herum schreibe, dann werbe ich ja wohl auch für diese. Deswegen also ist gegenwärtig unklar, ob und wie’s an dieser Stelle weitergehen wird, lesen Sie bis dahin bitte emsig auftouren.de und das Opak Magazin.
Sicher ein anderer Tag und dann Flugfüße und kein Gedanke an die Scham, das schöne Wort Ziemlichkeit bereitet mir nur Freude und das ernsthafte Anliegen, sich fallen zu lassen, tritt hervor.
Dem geht voraus der eine oder andere Verlust und schabende Zweige an einem Fenster, dessen Auge den Himmel schneidet, eh sternenlos und über einer Feuerbahn gelagert,
dahinter ich in seltener Ruhe.
Erwacht aus dem Schlaf ein kreisendes Sehnen
und wirft sich in einen vermummten Tag
beschaut stumm, was gestern noch vor ihm lag
sieht Verlassenes sich zum Heute dehnen
es regt sich ein entliehener Gedanke
und klammert sich fest an ein neues Wort
bringt vielblättrige Frucht, die rasch verdorrt
zurück bleibt nur eine schmucklose Ranke
deren Windungen verbinden die Sätze
mit denen ich meine Augen benetze
um die Welt nicht allein zu erblicken,
wenn dann im Steten blasses Blühen beginnt
wehen trunken die jungen Kelche im Wind
und leihen mir für den Moment ihr Nicken




